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Berlin Marathon 2014

Berlin ist eine Reise wert

Das letzte Wochenende im Monat September ist im Kalender einiger Läufer/-innen des Laufvereins Currimus Schlangen jedes Jahr frühzeitig verplant. Denn dann heißt es:„Teilnahme am BMW-Berlinmarathon.“ So war es auch in diesem Jahr: Der 41. BMW-Marathon sollte zum Highlight in diesem Laufjahr werden. Über 40.000 Läufer/-innen aus über 100 Nationen hatten eine Startberechtigung erhalten; gleich fünf Läufer aus Kenia und Äthiopien waren am Start, die allesamt in der Lage waren, unter 2:06 Std. zu laufen. In diesem großen Starterfeld waren auch die Schlänger Dr. M. Porsch, D. Finke, J. Gebert, K. Gebert, B. Schmidt, J. Brinkmann und G. Brinkmann. F. Brinkmann musste leider seinen Start kurzfristig vor Ort noch absagen. Bereits neun Mal wurde auf dem Berliner Rundkurs zwischen dem Brandenburger Tor und Wilden Eber eine Marathon-Weltbestzeit aufgestellt, zuletzt 2013. Und tatsächlich, bei ausgezeichneten Laufbedingungen lief der Kenianer Dennis Kimetto einen neuen Weltrekord. Erstmals blieb ein Läufer unter der Marke von 2:03:00 Std. Seine Siegerzeit 2:02:57 Std.! Auch der Zweitplatzierte Mutai aus Kenia blieb noch deutlich unter der bisherigen Bestmarke. Glänzend schlug sich bei den Frauen die deutsche Lauf-Hoffnung Anna Hahner. Sie verbessert ihre Bestzeit um über eine Minute auf 2:26:44 Std. und wurde damit gute Siebte. Die Schlänger überquerten alle unter dem Beifall der zigtausend Zuschauer am Brandenburger Tor die Ziellinie und wurden somit für die wochenlange Vorbereitung belohnt, wobei Dr. Porsch mit 3:49:35 Std. in diesem Jahr Currismus-Tagesbester wurde. Drei ereignisreiche Tage in Berlin mit dem Besuch der Sportmesse „Berlin Vital 2014“, der Teilnahme am traditionellen Frühstückslauf und der tollen Atmosphäre beim Marathon bleiben vermutlich noch lange in Erinnerung.
Es ist davon auszugehen, dass es in 2015 beim Laufverein Currimus wieder heißt:
„Auf zum 42. BMW-Marathon in die Bundeshauptstadt Berlin.“

Werner Schmidt




Main Radweg

Mit dem „Drahtesel“ durch das Frankenland



Der „Currimus-Vierer“ (siehe Foto) mit Renate Daniel, Brigitte Schmidt, Hubert Daniel und Werner Schmidt hat sich für die Sommerlauf- bzw. Walkingsaison eine besondere Vorbereitung ausgesucht. Die vier Currimusse haben sich mit ihren Rädern auf den Main-Radweg gemacht.

In der Fränkischen Schweiz, im Lindenhardter Fort bei Creußen, entspringt der Rote Main, aus dem Fichtelgebirge stammt der Weiße Main. Die beiden Flüsschen vereinen sich bei Kulmbach, um sich gemeinsam einen Weg durch die Waldgebiete Bierfrankens und hinter Bamberg durch die Gärten des weithin bekannten Frankenweins zu bahnen.

520 Kilometer (in der Regel) ohne viel Kraftaufwand haben wir in neun Etappen geschafft – der Main-Radweg von der Quelle bis zur Mündung macht es möglich. Ganz relaxed ist man auf einem der schönsten Fernradwege Deutschlands unterwegs – erst recht, wenn man flussabwärts radelt. Da bleibt genug Zeit und Muße, die abwechslungsreiche Landschaft am Wegesrand zu genießen, wenn auch im Flusstal fast immer Wind von West nach Ost herrscht.

Von der Quelle des Roten Main in Creußen/Oberfranken sind wir gestartet –
über Bayreuth – Kulmbach – Bamberg – Schweinfurt – Kitzingen – Würzburg – Gemünden – Wertheim bis Miltenberg führte unsere Reiseroute. Den Weg bis zur Mündung in den Rhein bei Mainz haben wir ausgespart.

Von Miltenberg sind wir mit der Bahn zurück zu unserem Ausgangspunkt gefahren.

Brigitte und Renate waren für das Tempo zuständig; Hubert hat sich mit der Radfahrkarte
„Main-Radweg“ befasst und Werner gab die Etappenziele vor und achtete unterwegs darauf, dass die Pausen eingehalten wurden. Hubert entpuppte sich drei Etappen vor Abschluss als „Servicemann“, in dem er bei sämtlichen Rädern eine Kettenölung vornahm.

Die verschiedenen Regionen des Frankenlandes (Oberfranken, Unterfranken, Main-Spessart-Kreis, Main-Tauber-Kreis) haben uns mit ihren Sehenswürdigkeiten (Klöster, Kirchen, Festungen, historischen Marktplätzen, sehenswerten Altstädte, malerischen Gassen, prunkvollen Schlossanlagen usw.) und natürlich mit ihren Köstlichkeiten (Biere, Weine, Fränkische Speisen usw.) beeindruckt.

Auf einigen Teilabschnitten haben uns Lastkähne und Flusskreuzfahrtschiffe begleitet.

Ein Radlerknotenpunkt ist Gemünden. Hier, wo Saale und Sinn ihren Weg in den Main finden, kommen verschiedene Fernradwege zusammen und machen die Stadt zu einem idealen Ausgangspunkt für Radtouren.

Meist in nächster Nähe zum Wasser sind wir auf gut ausgebauten Fahrradwegen oder auf ruhigen Landstraßen geradelt und haben, verwöhnt vom Superwetter (täglich 21 bis 26 Grad) –Sonne/Wolken/Mix-, die Fahrt durch das Frankenland genossen, stets begleitet vom Symbol des Main-Rad-Weges. Werner Schmidt




 

Lauf zwischen den Meeren 2014

Neue Ziele – neue Herausforderung

Marathonläufe, Cityläufe, Nordseelauf, Hermannslauf, Osterlauf, Bauerkamplauf u.a.m. sind Veranstaltungen, an denen die Aktiven vom Laufverein Currimus schon des öfteren teilgenommen haben. Für ein besonderes Laufevent machten sich die Currimusse am vergangenen Wochenende auf den Weg nach Schleswig-Holstein. Schleswig-Holstein – Land zwischen den Meeren, Land der Horizonte und eines ungewöhnlichen Staffellaufes.

Einzigartig wie das Land ist auch der Lauf zwischen den Meeren, bei dem die Teilnehmer das Land zwischen den Meeren –zwischen Husum und Damp- als Team gemeinsam erkunden und in Laufabschnitten durchqueren. Über 700 Staffeln, bestehend aus bis zu zehn Athleten und Athletinnen aus ganz Deutschland haben am 24.05. die zehn Etappen mit einer Gesamtstrecke von 96,3 Kilometern bewältigt. Die Siegerstaffel erreichte das Ziel im Ostseebad Damp nach 5:16 Std. Der siegreichen Staffel gehörten u.a. Landesmeister im Marathon, im Halbmarathon und über zehn Kilometer an. Currimus war mit zwei Staffeln (14 Läufer/-innen) vertreten und erreichte mit beiden Staffeln einen Platz unter den besten fünfhundert Teams.

Nicht nur der Sport stand im Vordergrund, auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. Die Currimusgruppe, insgesamt einundzwanzig Personen, hat in der Jugendherberge Kappeln an der Schlei übernachtet. Die Nichtläufer/-innen waren shoppen, haben eine Fahrt mit dem Raddampfer auf der Schlei unternommen oder einfach nur das schöne Wetter genossen. Nach dem Lauf wurde in der „Landarztkneipe“ in Kappeln zu Abend gegessen, der Flüssigkeitsverlust vom Lauf aufgefüllt und bis in die späten Abendstunden über „Gott und die Welt“ diskutiert. Abschluss der Dreitagesfahrt bildete am Sonntagvormittag ein zweistündiger Rundgang durch Kappeln unter sachkundiger Führung.

Auf dem Foto nach dem Zieldurchlauf:

Untere Reihe von links nach rechts

Renate Daniel, Brigitte Schmidt, Dr. Matthias Porsch, Günter Brinkmann, Dieter Pestrup

Mittlere Reihe von links nach rechts

Hubert Daniel, Heide Walther, Astrid Niemeier, Friedhelm Brinkmann, Horst Koberstein

Hintere Reihe von links nach rechts

Olaf Walther, Thomas Niehoff, Dietmar Bornefeld, Ralf Schlunder (verdeckt)




 

Lauf zwischen den Meeren

Gruppe Lauf zwischen den Meeren

Reisegruppe zum Lauf zwischen den Meeren 




25. Marathon von Friedhelm

Zur Erinnerung zum 25. Marathon in Stockholm 




Jubiläumsmarathon Stockholm 2012

Siebzehn Mitglieder vom Laufverein Currimus haben sich vom 13.07. bis 18.07.2012 in der schwedischen Hauptstadt Stockholm aufgehalten und u.a. ein Stück Marathongeschichte erlebt. Ein Grund der Reise war nämlich die Teilnahme am Jubiläumsmarathon. Der 14. Juli 2012 ist der 100. Jahrestag des Marathonlaufs der olympischen Sommerspiele in Stockholm. An diesem Tag fand der Jubiläumsmarathon 1912 – 2012 statt. Es wurde auf der ursprünglichen Rennstrecke von 1912 vom Stockholmer Olympiastadion zum Wendepunkt an der Kirche von Sollentuna und wieder zurück gelaufen. Die Streckenlänge betrug 40,075 km – dieselbe Distanz wie beim olympischen Marathon von 1912. Die Läuferinnen und Läufer, die die offizielle Marathondistanz von 42,195 km zurücklegen wollten, mussten vor dem Zieleinlauf eine Extrarunde absolvieren. Pünktlich um 13.48 Uhr (wie vor 100 Jahren) wurde die erste Startgruppe mit 2.500 Läufern und Läuferinnen durch Gewehrsalven einer Abordnung Soldaten in historischen Uniformen ins Rennen geschickt. Dieses Schauspiel wiederholte sich in Abständen von 10 Minuten noch viermal, dann waren alle 12.500 Marathonis unterwegs. Unter den Startern war auch der Urenkel des Olympiasiegers von 1912. Aus Mediengründen hatte dieser in Übergröße die gleiche Startnummer wie seinerzeit sein Urgroßvater erhalten. Er war nur nicht so erfolgreich wie dieser! An der Laufstrecke und im Stadion fühlte man sich 100 Jahre in der Zeit zurückversetzt. Die Offiziellen und viele schwedischen Gäste (ob jung oder alt) hatten sich historische Kleidung angezogen. Auf der Strecke gab es Wasserstationen, wo es wie auch 1912 Tee und Wasser sowie Zitronen- und Orangenstücke gereicht wurden. Beim Einlaufen durch das Marathontor wurden die Erstplacierten des historischen Marathons und der offiziellen Marathondistanz von drei Marinesoldaten mit Trompetensignalen angekündigt.
Für die Statistik:
Der Sieger des „historischen Marathons 2012“ benötigte 2:27:08 Std.
Der Olympiasieger von 1912 war in 2:36:54 Std. im Ziel.
Es war mit der Startnummer 613 Kennedy Kane McArthur aus Südafrika.
Sein Abbild ist auf der Finishermedaille des Jubiläumsmarathons 2012 zu sehen.

Für die „offizielle Marathondistanz 2012“ musste der Sieger 2:35:32 Std. laufen.

Die Starter vom Laufverein Currimus absolvierten die anspruchsvolle Laufstrecke wie folgt:

Dr. Mathias Porsch 3:41:00 Std.
Horst Koberstein 3:54:20 Std.
Thomas Niehoff 4:26:47 Std.
Friedhelm Brinkmann 4:39:41 Std. (sein 25. Marathon)
Hubert Daniel 4:49:09 Std. (alle die „historische Distanz“)
Dieter Pestrup 4:43:23 Std.
Ralf Schlunder 4:57:25 Std. (beide die „offizielle Distanz“).

Erwähnenswert ist, dass der Olympiamarathon von 1912 mit einer Tragödie endete: Bei Temperaturen um 45 Grad stirbt der Portugiese Lazzaro an einem Hitzschlag. Ab diesem Zeitpunkt darf der olympische Marathon nicht mehr in der Mittagshitze gestartet werden.

Nach dem Marathon haben sich die Currimusse noch an drei Tagen unter fachkundiger Reiseleitung fußläufig Stockholm und die nähere Umgebung angesehen. Ziel war u.a. der „Tyresta Nationalpark“, der in einem eiszeitlich geformten Hügelland mit urwaldartigen Nadelwäldern und Steinblöcken, die mit Flechten bewachsen sind, liegt. Auf der Insel Djurgarden wurde das stolze Kriegsschiff „Vasa“ besichtigt, das bereits auf der Jungfernfahrt 1628 unterging und erst drei Jahrhunderte später geborgen wurde. Kungsholmen, die Königsinsel, auf der das beeindruckende Stockholmer Stadthaus steht, bildete den Abschluss unserer Reise. Es wurden dort die Prachtsäle besichtigt, in denen die Politiker der Stadt arbeiten und in denen alljährlich im Dezember das Bankett zu Ehren der Nobelpreisträger stattfindet.

Werner Schmidt




 

Stockholmläufer

Aufgeschnappt Berlin Marathon 2011

Aufgeschnappt – Kurioses, Zahlen und Fakten vom Berlin-Marathon

Entwicklung:

Der größte deutsche Marathonlauf ist zwar nicht der älteste in Deutschland, dafür der mit der imposantesten Entwicklung: vom kleinen Waldmarathon zum Weltklasse-Event.

Am 13. Oktober 1974 fiel der Startschuss zum ersten „Berliner Volksmarathon“ auf der Waldschulallee vor dem Mommsenstadion am Rande des Grunewaldes.

286 Läufer (und einige Läuferinnen) traten an – drei Verpflegungspunkte gab es, an denen Wasser, Tee, Obst und Brühe bereitgehalten wurde. Zielschluss war nach sechs Stunden.
Die Teilnehmergebühr betrug 12 DM.

Die ersten Sieger hießen Günter Hallas (LG Nord Berlin) in 2:44:53 Stunden und
Jutta von Haase (LG Süd Berlin) in 3:22:01 Stunden.

Das erste Rennen durch die Stadt fand am 27. September 1981 statt – 3.486 Läufer/-innen aus 30 Nationen hatten gemeldet, 2.583 erreichten das Ziel.
Sieger war der Engländer Ian Ray in 2:15:41 Stunden – Siegprämie 1000 DM.
Sieger bei den Frauen: Angelika Stephan (LG Kassel) in 2:47:23 Stunden.
Insgesamt 278 Läufer blieben damals unter 3:00 Stunden, also über zehn Prozent der Finisher.

Zum Vergleich:

Heute beträgt die Finisherzahl zwar ein Vielfaches im Vergleich zu damals, aber 2009 blieben lediglich 3,2 Prozent unter drei Stunden (1155 von 35.016 Finishern).
Das bedeutet, dass die Qualität der Leistungen im Breitensportbereich des Marathons in den vergangenen Jahren rapide nachgelassen hat.

1985 wurde erstmals die 10.000er-Marke überschritten – 11.814 Läufer/-innen aus 58 Nationen waren am Start, davon erreichten 9.840 das Ziel. 1985 gab es zum ersten Mal eine 75-minütige TV-Sondersendung in der ARD.

Beim 25. Berlin-Marathon 1998 wurden 27.621 Teilnehmer gezählt.

Zum ersten Mal wurde 2000 die Zahl von 30.000 Startern übertroffen. 34.090 Meldungen aus 85 Nationen zählte der Veranstalter.

2003 sorgten die Veranstalter mit einer Streckenveränderung international für Aufsehen. Das Ziel wurde auf die Straße des 17. Juni verlegt, rund 400 m hinter dem Brandenburger Tor aus Sicht des Läufers, der vom Pariser Platz kommend das Wahrzeichen der Hauptstadt durchläuft – sicher eine der schönsten Marathon-Zielgeraden weltweit.

Weil die Beliebtheit des Berlin-Marathons inzwischen so groß war, wurde das Läuferfeld limitiert. Seit 2005 steht das Teilnehmer-Limit bei 40.000.

Seit 2006 gehört der Berlin-Marathon zu der WORLD MARATHON MAJORS (WMM-Serie). Damals haben sich die bedeutendsten Marathonläufe der Welt – Boston, London, Berlin, Chicago, NewYork- zu den WMM zusammengeschlossen.



Bis 2011 wurde bei den Männern insgesamt fünf Mal auf der Berlin-Marathon-Strecke der
Weltrekord aufgestellt, bei den Frauen insgesamt zwei Mal.

Zahlen:

2011 haben sich exakt 47.728 Sportler aus 125 Nationen angemeldet, darunter Läufer, Walker, Inline-Skater und Handbiker.
Der häufigste Nachname ist „Nielsen“ – 169 Läufer heißen so.

2011 wurden 240 000 Liter Wasser ausgeschenkt und 145 000Bananen verteilt. 5900 Helfer betreuen die Läufer an der Strecke und im Ziel. Die Medaillen wiegen insgesamt 2780 Kilogramm. Im Ziel werden die Muskeln mit 250 Litern Massageöl gelockert.

Alle 5 km sind Zeitmess-Kontrollpunkte eingerichtet.
Das Ziel ist bis um 15.45 Uhr geöffnet.
Alle Kilometerpunkte an der Strecke sind beschildert.
Zudem sind alle 5 Kilometer die Zwischenzeiten auf Uhren ablesbar.
Die erste Verpflegungsstelle befindet sich bei Kilometer 5, ab Kilometer 10 folgen alle
2,5 Kilometer weitere Versorgungspunkte.

Distanz einiger Starter bis zum Marathon-Ort Berlin:

Desiree Koh aus Singapur (34) – Anfahrt 11 000 Kilometer in 14 Stunden
Mick Slonaker aus Norwegen (62) – Anfahrt 840 Kilometer in 90 Minuten
Flavio Silvino de Sousa aus Brasilien (32) – Anfahrt 9 800 Kilometer in 12 Stunden
Pamela Cranston aus London (42) – Anfahrt 930 Kilometer in 105 Minuten
Jodie Parlong aus Neuseeland (34) – Anfahrt 18 000 Kilometer 24 Stunden.

Fakten:

„Immer der blauen Linie nach“. Diese blaue Linie dokumentiert die ideale Streckenführung. In London gab es zum ersten Mal eine blaue Linie als Streckenmarkierung. 1990 wurde die auch in Berlin aufgetragen, anfangs von Londonern selbst. Seit 1992 übernimmt das eine Berliner Firma, die die Farbe einige Tage vor dem Lauf aufsprüht.

„Wir machen es kurz“ – das denken viele Läufer/-innen in jedem Jahr und versuchen zu schummeln.
Jedes Jahr werden zwischen 40 und 60 Läufer nachträglich disqualifiziert. Mit der U-Bahn oder mit dem Fahrrad abzukürzen, sind die populärsten Betrugsmethoden in Berlin.
Schummeln beim Marthon hat eine lange Tradition.

Bei den Olympischen Spielen 1904 in St. Louis kam der US-Amerikaner Fred Lorz als Erster ins Ziel. Doch jubeln durfte er nur kurz, er wurde des Betrugs überführt, denn er hatte sich die Hälfte der Strecke fahren lassen.

Im Jahr 2006 hat es einen Mexikaner erwischt, der als Kandidat bei der Präsidentschaftswahl angetreten war. Beim Marathon lief er mit roter langärmlicher Windjacke und Kappe ins Ziel. Und dazu einem fröhlichen Lächeln, als habe er gerade bei einem kleinen Parklauf mitgemacht. Einem Fotografen kam diese ungewöhnliche körperliche Frische und die untypische Kleidung suspekt vor, er verständigte die Organisatoren. Die fanden heraus, dass der Mexikaner an mehreren Kontrollpunkten nicht vorbeigekommen war und zwischenzeitlich sogar schneller als Haile Gebrselassie gelaufen war.

Das Jahr 2007 war bisher der Betrugshöhepunkt. Es gab neben dem Mexikaner noch einen anderen herausragenden Fall. Eine Läuferin aus Liechtenstein lief mit 2:24:21 Stunden einen Landesrekord und hatte außerdem die Olympianorm geschafft. Allerdings war sie gar nicht selbst gelaufen. Vor dem Rennen hatte sie einem anderen Läufer ihren Zeiterfassungschip gegeben mit der Bitte, den für eine Studie zu tragen. 100 Euro gab sie ihm dafür. Der Ersatzläufer startete mit zwei Chips und wunderte sich hinterher, dass eine ihm unbekannte Läuferin exakt dieselbe Zeit hatte wie er.

Als Betrüger sind im Laufe der Zeit Läufer /-innen aus allen möglichen Berufssparten überführt worden.
Hinweis:
Die vorstehenden Daten und Fakten stammen aus der Berliner Tagespresse und aus Unterlagen des Veranstalters des 38. BMW-Berlin-Marathon.
Werner Schmidt




Berlin-Marathon 2011

Erst fängt es „janz langsam“ an, aber dann…..

Die Rede ist hier vom 38. BMW Berlin-Marathon 2011.

Am Vortag des Berlin –Marathon stand wieder der traditionelle Frühstückslauf auf dem Programm. Wer daran teilnimmt, bekommt schon mal einen Vorgeschmack auf die bevorstehende Marathonatmosphäre. Vom Schloss Charlottenburg bewegt sich der Läuferpulk „Janz langsam“ zum Olympiastadion. Auf dieser 6km-Strecke sollen noch einmal die Beine gelockert werden – zuviel Ehrgeiz ist hier fehl am Platz. Mit einem Powerfrühstück wird dann Energie aufgetankt. Danach heißt es: Kräfte sammeln für den Marathonlauf.

Am 25.09. schwebte ganz Berlin dann wieder auf Marathonwolke Sieben.

Vierzigtausendneunhundertdreiundsechzig (40.963) Marathonläufer/-innen aus 125 Ländern hatten für den Lauf auf der schnellsten Strecke der Welt gemeldet, u.a. die beiden amtierenden Weltrekordler, Paula Radcliffe (England) und Haile Gebrselassie (Äthiopien). Dazu der Sieger des letzten Jahres, Patrick Makau (Kenia), die Halbmarathon-Weltmeisterin, Florence Kiplagat (Kenia) sowie Irina Mikitenko, die ihren Deutschen Rekord 2008 in Berlin aufstellte. Vorrangiges Ziel dieser Top-Athleten war es, sich für die Olympischen Spiele 2012 in London zu qualifizieren.

Für den Großteil der Marathonis ging es weniger um Rekorde, sondern darum, Spaß zu haben, zu genießen und vor allen Dingen gut anzukommen. Das galt auch für zwei Starterinnen vom Laufverein Currimus. Brigitte Schmidt absolvierte ihren 11. Marathon und Elke Hanselle nahm erstmalig an einem Marathon teil.

Mehr als eine Million Zuschauer auf den Straßen haben die Hobbyläufer/-innen unterstützt. Und die Marathonis bekommen auf ihrem Weg durch die Stadt einiges zu sehen. Der Marathon ist eine einzigartige Sightseeing-Tour zu Fuß, und das in einer Intensität, wie sie in einem Doppeldecker-Bus niemals erlebbar ist. Darüberhinaus sorgen die Strecken-Highlights dafür, dass von den Leiden des Marathons ein wenig abgelenkt wird.

Allein der Startschuss auf der Straße des 17. Juni ist ein Highlight. Nach 800 m wird die Siegessäule passiert – nach einer Schleife durch Moabit, vorbei an der Justizvollzugsanstalt kommen nach 6,5 km Bundeskanzleramt und Reichstag – über die Spree geht es dann in den Ostteil der Stadt – Friedrichstadtpalast – Fernsehturm am Alexanderplatz – durch Kreuzberg wieder in den Westteil. Nach 23,5 km am Rathaus Schöneberg vorbei geht es weiter in den Südwesten Berlins. Samba-Bands und viele tausend Zuschauer erwarten bei km 28 am Platz am Wilden Eber die Läufer/-innen. Ab km 33 geht es über den Kurfürstendamm – links liegend wird die Gedächnis-Kirche und das Europa-Center passiert, rechter Hand gelegen das größte Kaufhaus Europas KaDeWe. Über die Potsdamer Straße bei km 38 erreichen die Läufer/-innen zunächst die Nationalgalerie und anschließend den Potsdamer Platz. Vorbei am Gebäude des Bundesrats ist einer der schönsten Plätze in Berlin, der Gendarmenmarkt mit dem Deutschen und dem Französichen Dom sowie dem Schauspielhaus erreicht. Es ist km 40 und das Ziel nicht mehr weit. Bei km 41 geht es auf den Prachtboulevard Unter den Linden. Die Prachtstraße Berlins wird praktisch in voller Länge überlaufen. Hier reihen sich die Sehenswürdigkeiten aneinander: Staatsoper – Russische Botschaft – Hotel Atlon – Pariser Platz – sowie das Highligt dieser Strecke, das Brandenburger Tor. Nach dem Durchlaufen des Brandenburger Tores haben die Marathonis das Ziel vor Augen und es werden auf den letzten 400 m noch einmal die Kräfte mobilisiert, damit man den Einlauf in den Zielkanal unter den ohrenbetäubenden Anfeuerungsrufen der Zuschauer genießen kann.

Sportliches Fazit:
Wieder ein Fabel-Weltrekord, wieder in Berlin. Der neue Held heißt Patrick Makau. Der Kenianer hat seinen Vorjahressieg beim Berlin-Marathon wiederholt und Wunderläufer Haile Gebrselassie vom Thron gestoßen.

Makau verbesserte die Bestzeit um 21 Sekunden auf 2:03:38 Stunden. Gebrselassie gab kurz vor dem Potsdamer Platz wegen Atemprobleme auf.
Bei den Frauen siegte Makaus Landsfrau Florence Kiplagat, die erstmals in ihrer Karriere einen Marathon zu Ende gelaufen war, in 2:19:44 Stunden.
Irina Mikitenko kam nach 2:22:17 Stunden als Zweite vor Paula Radcliffe in Ziel.

Unsere beiden Currimus-Läuferinnen, Brigitte und Elke, erreichten bei Temperaturen in der Mittagszeit von 26 Grad erschöpft, aber glücklich, zeitgleich in 5:17:40 Stunden das Ziel. Die wochenlange Vorbereitung hat sich gelohnt.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung.
Werner Schmidt




Deutscher Ultracuplauf -Lahntallauf-

Sonne, Regen, Regengüsse, Wind und Orkan Xynthia zwangen 25 Läüfer zum Abbruch.
Meine Anreise nach Marburg morgens um 6 Uhr war entspannend . Gut gelaunt und mit guter Musik im Auto , die Straße war frei und das Wetter war garnicht so schlimm wie die Wetterexperten es ankündigt hatten.
Das solte sich aber noch ändern.

Der Start war um 10 Uhr. Die Strecke wurde von den Veranstaltern etwas geändert, wegen des Hochwassers der Lahn. Also ein Rundkurs von 5 km statt 10 km . Also 10 mal musten wir rum, nicht gerade so mein Ding.
Wer das Ziel nicht erreichte, konnte sich für den Halbmarathon oder Marathon werten lassen.
Bis gegen 1 Uhr war die Welt noch in Ordnung, etwas Wind, mal Sonne und Regen , kein Problem.
Aber dann brach Xynthia über uns her. Meine letzten vier Runden waren der Hammer. Auf dem Hinweg hatte man das Gefühl man stand auf der Stelle. Aber zurück wurde man fast getragen. Einfach Wahnsinn.
Aus 28 Platz wurde dann aber noch der 27 Platz, wie ich heute morgen im Internet erfahren habe. Einer ist noch disqualifiziert worden.

Sieger wurde bei den Männern Frank Zimmermann aus Frankfurt in 3:20:42 .
Bei den Frauen gewann Constance Türk aus Regensburg in 3:45:44.
Da bin ich sehr stolz auf meine erreichte Zeit 4:27:35.5

Mein nächster Ultralauf ist am 3 Juli über 100 km in Thüringen. -Reinhard Ellmann-




 

Mit dem Fahrrad auf den Spuren der Römer

Mit dem Fahrrad auf den Spuren der Römer

Konnten die Römer Rad fahren? Zuzutrauen wäre es ihnen – wir haben allerdings einen Römer auf dem Rad auf der RÖMERROUTE nicht gesehen – dafür aber viele Radler, die den Spuren der Römer gefolgt sind.
Wir, das sind Brigitte, Renate, Hubert und Werner.
Am 03.08. sind wir in Schlangen bzw. Bad Lippspringe mit unseren Rädern gestartet – zunächst bis Paderborn – dann weiter mit der Bahn bis Xanten, dem Startpunkt der Römerroute.
Unser Ziel war es, den Weg, den die römischen Legionen und Hilfstruppen zu Fuß vom Lager „Vetera“ am Niederrhein bei Xanten, dem Verlauf der Lippe folgend bis in den Teutoburger Wald genommen hatten, mit dem Fahrrad in vier Tagen zu erkunden.
Angekommen in Xanten haben wir uns zunächst im Archäologischen Park u.a. die eindrucksvolle Stadtmauer mit Wehrtürmen, das große Nordtor, die Thermen, das Amphitheater und den teilweise rekonstruierten Hafentempel angesehen. Über Wesel und Hünxe führte unser Weg dann zum 1. Etappenziel „Schermbeck“. Schermbeck liegt im Naturpark „Hohe Mark“. Sehenswert ist dort u.a. die Burganlage mit Resten der Stadtmauer und die Wassermühlen.
Als Ziel unserer nächsten Etappe hatten wir uns „Werne“ ausgesucht. Also galt es, rd. 90 km unter die Pedalen zu nehmen. Durch die Orte Holsterhausen, Hervest, Lippramsdorf, Haltern am See, Ahsen, Bork, Cappenberg kamen wir zum Ziel. Dass sich die römischen Legionen durch dieses Gebiet bewegt haben, davon zeugen u.a. unzählige Spuren in Form von Ausgrabungsstätten, Münzfunden, Befestigungsanlagen. Eine Sammlung von Münzen aus der Römerzeit, die in den Lippeauen von Werne gefunden wurden, belegen die Anwesenheit der römischen Legionen auch in Werne.
Für den 3. Tag hatten wir uns vorgenommen, bis in die größte Stadt des Kreises Soest, „Lippstadt“, zu radeln. Auf diesem Weg haben wir die Orte Evenkamp, Herringen, Hamm, Lippborg, Lippetal, Herzfeld, Hovestadt, Eickelborn und Hellinghausen durchfahren. In Lippstadt haben wir, begünstigt vom tollen Wetter, bis spät in den Abend die besondere Atmosphäre der Innenstadt genossen.
Die Schlussetappe führte uns schließlich über Bad Waldliesborn, Lipperbruch, Mantinghausen, Boke, Anreppen, Bentfeld, Sande, Schloss Neuhaus nach „Bad Lippspringe / Schlangen“ zurück.
Knapp 300 km, vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten, durch historische Ortskerne, vom Niederrhein über das südliche Münsterland bis an den Teutoburger Wald, waren geschafft.
Verwöhnt vom Superwetter hatten wir eine erlebnisreiche Radtour, stets geleitet vom Symbol des „Römerhelmes“.
Nebeneffekt unserer Erkundungsfahrt war, dass wir unsere Beinmuskelatur für künftige Trainingseinheiten/Wettkämpfe gestärkt haben.
Werner Schmidt




Römerroute

Brigitte, Renate, Hubert und Werner auf der Römerroute




Elbe Radweg-andere Art der Marathonvorbereitung

Die andere Art der Marathonvorbereitung

Der Marathon im Herbst steht an und wir (Brigitte und ich) haben uns einen anderen Einstieg zur Vorbereitung auf den Herbstmarathon ausgesucht – Fahrradfahren.
Bereits im vergangenen Jahr haben wir per Muskelkraft den Weser-Rad-Weg und einen Teil des Elbe-Rad-Weges (bis Lauenburg) abgefahren. Aufgrund der überwiegend vorhandenen Windrichtung „Nord-West“ hatten wir uns entschieden, flussaufwärts zu fahren –mal rechtselbisch, mal linkselbisch-.
Start war am 08.07. Mit viel Luft im Reifen und gepackten Satteltaschen sind wir zunächst mit der DB von Paderborn nach Lauenburg gefahren, um von dort unsere im letzten Jahr unterbrochene Fahrt fortzusetzen.
Die wohltuende Ruhe in der Elbmarsch und den Elbtalauen haben wir genossen. Im UNESCO-Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe“ ist die Natur noch in einem weitestgehend ursprünglichen Zustand erhalten geblieben, weil hier, im ehemaligen deutsch-deutschen Grenzgebiet die Pflanzen und Tiere jahrzehntelang ungestört blieben. Die Wachtürme der Grenzposten und Teile des Zaunes sind Zeugen der jüngeren Vergangenheit.
In Hitzacker, der Inselstadt in der Elbtalaue, haben wir einen kurzen Stopp gemacht und uns die Fachwerkhäuser in den malerischen Gassen und die Hochwasserstandsanzeigen der letzten Jahre angesehen. Auf dem weiteren Weg Richtung Wittenberge haben wir zahlreiche Storchennester entdeckt. Herrlich anzusehen, wie die kleinen Störche von ihren Eltern versorgt wurden. Ein besonderes Erlebnis waren die Elbüberquerungen mit einer der vielen noch betriebenen Gierseilfähren.
Nächste Station war Lenzen. Hier hat uns gereizt, die Burg aus der Nähe anzusehen. In der Altmark haben wir u.a. die historische Hansestadt Havelberg, die kleine Fischerstadt Arneburg kennengelernt. Sehr angetan waren wir von Tangermünde, der früheren Kaiserresidenz – historischer Stadtkern, Stadtmauer mit drei Toranlagen, historisches Rathaus, Burganlage.
In der Landeshauptstadt Magdeburg haben wir den kurzen Aufenthalt genutzt, um uns den Dom und das Hundertwasser-Architekturprojekt anzusehen. Sehr beeíndruckend war das Wasserstraßenkreuz mit Kanalbrücke und Doppelsparschleuse (Mittellandkanal/Elbe) und die Fahrt durch den Elbauenpark auf dem Weg in die Landeshauptstadt.
Im Biosphärenreservat „Mittelelbe“ war Dessau-Roßlau mit seinen Schloss-/Parkanlagen und Dessau-Wörlitz mit seinem Landschaftspark einschl. Schlossanlage interessant. Positiv war hier, dass es für Räder und Gepäck spezielle „Fahrradboxen“ gab.
Ein Stopp in der Lutherstadt Wittenberg ist natürlich ein „Muß“. Das Lutherhaus, die Schloss-Kirche mit Thesentür, der Marktplatz u.a.m. waren unsere Anlaufstationen. Auch hier konnten wir Fahrradboxen nutzen.
In der ehemaligen Residenzstadt Torgau haben wir uns Zeit genommen für die historische Altstadt, den Markt, das Rathaus, die Nikolaikirche, Schloss Hartenfels mit Bärenfreigehege, Denkmal der Alliierten (amerikanische und sowjetische Armee).
Nach Weiterfahrt durch die Flusslandschaft „Dübener Heide“ erreichten wir Belgern. Hier befindet sich u.a. auf dem Marktplatz ein sechs Meter hoher, steinerner Roland. Nach einem kurzen Stopp in Riesa, der Stadt im Zeichen des Riesen (über dem Wappen der Stadt) und der Stadt des Sports, gelangten wir in das elbaufwärts gelegene Weinanbaugebiet Diesbar-Seußlitz. In einer kleinen Privatpension mit eigenem Weinbau, umgeben von Weinbergen, haben wir Quartier bezogen und Kostproben des Elbeweines genommen.
Die letzte Etappe unserer Radtour führte uns auf der „Sächsischen Weinstraße“ zunächst bis nach Meißen. Meißen, eine Stadt mit mehr als 1000-jähriger Geschichte, liegt eingebettet in die zauberhafte Landschaft des Elbtales, umgeben von Weinbergen und Elbwiesen. Die Albrechtsburg, der Dom und die Altstadt haben hier unser Interesse geweckt. Zeit für einen Abstecher in die Staatliche Porzellan-Manufaktur hatten wir auch eingeplant.
Ziel und Abschluss unserer Radtour war das etwa 25 km von Meißen entfernte Dresden. Die Landeshauptstadt erreichten wir am frühen Nachmittag des 17.07. Gerade rechtzeitig waren wir im Hotel; keine fünf Minuten nach unserer Ankunft setzten Blitz, Donner und starke Regenfälle ein.
Die fast 650 km bei geringem Gefälle, bei täglichem Wolken-Regen-Sonne-Mix, bei teilweise sehr starkem Gegenwind, mit fahrradfreundlichen Übernachtungsmöglichkeiten (insges. 9),
einzigartiger Kultur, Metropolen verschiedenster Art, vielfältige Sehenswürdigkeiten, haben unseren Rad-Tripp zu einem besonderen Erlebnis werden lassen.
In Dresden haben wir die Zeit genutzt, um uns die Alt- und Neustadt anzuschauen und natürlich die sächsische Gemütlichkeit und gutbürgerliche Küche zu genießen.
Gestärkt mit vielen neuen Eindrücken und vor allen Dingen harter Beinmuskel sind wir am 19.07. dann nach Schlangen zurückgekehrt (aber mit dem Auto).

Werner Schmidt




Elbe Radweg

Brigitte und Werner bei der Marathon Vorbereitung auf dem Elbe Radweg




Ulmer Laufnacht mit R. Ellmann 12/13. Juni

Ich habe meinen zweiten 100 km Laut erfolgreich beendet in einer Zeit von 11:39:39.
Platz 80 gesamt, Altersklasse Platz 13.
Ich war schon am Donnerstag angereist, um dem Autoverkehr am Freitag nicht so ausgesetzt zu sein. Ich hätte lieber doch am Freitag fahren sollen. Mit der Nachtruhe in meinem Auto da war nicht viel.
Auf dem Gelände des Stadions war über Tage auch ein Volksfest. In dieser Nacht spielten die Jungen Zillertaler auf. Nicht gerade mein Musikgeschmack, das war mir auch egal, aber mit gutem Schlaf, das war nichts. Gegen 2.30 Uhr hatte sich das einheimische Puplikum beruhigt und die Zillertaler auch.
Am nächsten Tag trudelte die Läuferschar dann langsam ein mit Autos, Wohnwagen, Wohnmobilen und mit der Bahn.

Da kamen sie nun Alle, diese Verückten, die sich die erste Ulmer Laufnacht antuen wollten. Untereinander wurden dann auch gleich Kontakte geknüpft und gefachsimpelt und diskutiert. Um 18 Uhr gabs dann die Startunterlagen und eine zünftige Pastaparty .

Die Zeit bis zum Start nutzte jeder für sich selbst mit Ruhe halten.
Dann aber ging es los. Und ich muss sagen ,es war der beste Start, den ich je erlebt habe. Abens um 11 Uhr die Läuferschar mit ihren Lämpchen am Kopf , wie ein langer Glühwurm Treck. 3 große Gondelballone standen beleuchtet mit ihrer riesigen Werbung auf dem Fußballplatz des Stadions. Diese Ballone haben am Tage den Lauf begleitet, ich konnte sie oft am Himmel sehen .

Als wir aus dem Stadion liefen, entzündeten sich am Rand des Stadions Feuerfontänen immer auf der Höhe der Läuferschar. Einfach genial. Das war noch nicht genug . Es wurde dann noch ein gigantisches Feuerwerk entzündet, super. Wir konnten das Feuerwek noch hören als wir schon bei Kilometer 5 waren. Dann verschwanden die Läufer in der tiefen Ulmer Nacht. Also da hat sich der Veranstalter was wunderbares einfallen lassen.

Wärend des Laufes gab es noch viele sehr schöne Höhepunkte. Bei Km 20 liefen wir in einen alten Schlosshof ein, der war mit Fackeln prächtig geschmückt. Viele Menschen standen an solchen Stellen und Punkten des Laufes und feuerten Läufer und Läuferinnen an. Schön war es auch an der Donau entlang zu laufen. Man hatte einen herlichen Blick auf das Münster und die wunderschöne Altstadt von Ulm, mit seinen alten Fachwerkhäusern und der Stadtmauer direkt an der schönen Donau. Als ich da lief, ging an der Stadtmauer gerade die Sonne auf. Dieses Gefühl werde ich nie vergessen. Ich war bei km 50.

Es gab auch einsame Stellen über freie Flächen, Kornfelder, durch Industriegebiete an nicht gut riechenden Bauernhöfen. Aber auf den letzten 30 km ist die Warnehmung nicht mehr so gut. Der Körper hat nur noch mit sich zu tun, wo bekomme ich Energie her. Ich merkte jeden Muskel, jedes Gelenk. Ich wusste garnicht, das ich davon soviele habe.

Eine kuriose Sache war da noch. Km 65 oben auf einen Hügel stand eine Kirche, da mussten wir hoch.

Oben angekommen, liefen wir direkt über den dort ansässigen Friedhof und vor dem Eingang der Kirche war die Verpflegungsstelle km 65.

Gut, das die reizvollsten Dinge bis km 50 waren, da haben die Veranstalter sich was dabei gedacht und man merkte, daß sie erfahrene Bielläufer sind. Ich bekam das Alles am Anfang eben besser mit.

Vieles erinnerte mich auch an Biel als ich 2005 mit Dr. Andreas Buchwald dort lief . Man merkte dem Lauf eben die Bielhandschrift an, fast eine Kopie. Sogar die Medallie ist genauso klein. Meine beiden größten Läufe, aber die kleinsten Medallien.

Als ich das Ziel in meiner Zeit von 11:39:39, also am 13.06.2009 gegen 10.39 Uhr erreichte, war ich total erledigt ko, knock- out, einfach platt.

Nur noch duschen und erholen.
Der Schmerz geht, der Stolz bleibt.

Reinhard Ellmann




Ulmer Laufnacht

Reinhard Ellmann Ulmer Laufnacht 2009 -- 100km




Jahreswechsel 2008/2009

Laufend in das Neue Jahr – Sträflinge und Engel unterwegs

Erst knallen die Startschüsse, dann die Korken und schließlich die Böller – der 31. Dezember ist ein lauter Tag. Aber auch ein bewegender: Bei zahlreichen Laufveranstaltungen rund um den Globus haben die Hobby- und Eliteläufer (-innen) das alte Jahr „laufend“ verabschiedet. Schätzungsweise 100.000 Menschen haben bei mehr als 100 Silvesterläufen von Flensburg bis München Schweiß vergossen, um wenige Stunden später voller guter Vorsätze ins das Jahr 2009 zu starten.

So auch auf der Nordseeinsel Föhr, wo am letzten Tag des Jahres der Wyker Laufverein zu seinem traditionellem Silvesterlauf geladen hatte. Bei knackiger Kälte fanden sich rund einhundert Sportive fast aller Altersgruppen am Start ein.

Weniger um sportliche Leistungen als um gesunden Spaß ging es auf dem rund fünf Kilometer-Kurs kreuz und quer durch die Inselhauptstadt Wyk; am Strand entlang zurück bis zum Startbereich. Viele Einheimische und Gäste waren nicht nur mit passendem Laufschuh-Equipment bestens bestückt, sondern nutzten das Event zur silvesterlichen Verkleidung. Und so liefen die Sportler ihre Kilometer als leichtfüßige Engel, als Sträflinge in Längs- oder Querstreifen, als dicklich vermummte Schneemänner, als Kellner oder als „Berlin-Fans“.
Seit einigen Jahren Gäste auf der Insel und Teilnehmer am Silvesterlauf sind Brigitte und ich. So auch in diesem Jahr und zwar als …..“Berlin-Fans“….. –siehe Foto der Föhr Nachrichten-
Nach dem Lauf, bei dem übrigens Überholverbot besteht, gab es die Teilnehmerurkunde und anschließend wartete wärmender Punsch auf dem Sandwall (der Feiermeile).
Bleibt noch zu erwähnen, dass sich in der Silvesternacht bei nahezu perfekten äußeren Bedingungen –Windstille und trocken- mehrere Tausend Menschen auf der Wyker Flaniermeile tummelten und ausgelassen den Jahreswechsel feierten.
Bericht siehe auch bei Pressemitteilungen
Werner Schmidt




 

35. Berlin Marathon

35. real-Berlin-Marathon 2008 – Laufen, Lachen, Leben

Das war ein Höhepunkt der diesjährigen Laufsaison: Haile Gebreselassi läuft einen Fabel-Weltrekord und Irina Mikitenko läuft neuen deutschen Rekort und ist damit viertschnellste Marathonläuferin der Welt in diesem Jahr.

Passiert ist dieses in Berlin beim 35. Berlin-Marathon und wir vom Laufverein Currimus waren dabei. Wir, das sind: Elke und Thomas Niehoff, Helga und Günter Brinkmann, Rita und Friedhelm Brinkmann, Renate und Hubert Daniel, Brigitte und Werner Schmidt.

Am 26.09.08 sind wir von Bad Lippspringe aus gestartet. In Berlin angekommen ging es zunächst zur Sport- und Gesundheitsmessse „BERLIN VITAL“, die erstmals im neuen Messestandort im Kabelwerk Siemens stattfand. Hier haben wir unsere Startunterlagen abgeholt und uns dann davon überzeugt, was mehr als 160 Aussteller aus den Bereichen Ausdauer, Medizin, Fitness, Reisen, Sportartikel und Accessoires zu bieten haben.

Im Anschluss an den Messebesuch wurden im Park-Hotel Blub (Stadtteil Neukölln) die Zimmer bezogen.

Am späten Nachmittag ging es mit der U-Bahn Richtung Alexanderplatz, um von dort aus im Bereich Hackescher Markt, Hackesche Höfe, Oranienburger Straße, das „Berliner Nachtleben“ zu genießen.

Am Samstagvormittag stand der traditionelle Frühstückslauf auf dem Programm. Wer daran teilnimmt, bekommt schon mal einen Vorgeschmack auf die bevorstehende Marathonatmosphäre. Der Kurs führt vom Schloss Charlottenburg über 6 km zum Olympiastadion. Mit ausgelassener Stimmung, Vereins-, Stadt- oder Landesfahnen, farbenfrohe Sportbekleidung,
aber auch Sport-Verkleidung, setzte sich der Läuferpulk um 09.30 Uhr „janz langsam“ in Bewegung. Bis zum Startschuss wurde die Stimmung von einer Samba-Band und einer Cheerleadergruppe angeheizt. Mit dem Startschuss stiegen zigtausend Luftballons in den strahlend blauen Himmel. Knapp 40 Minuten dauerte dieser Lauf. Nach dem Durchlaufen des Marathon-Tores und einer kurzen Runde auf der blauen Laufbahn im Olympiastadion lud der Titelsponsor „real“ zu einem Powerfrühstück ein.

Für den Nachmittag hatten wir eine 1 ½ stündige Spreefahrt eingeplant. Dadurch wollten wir unsere Muskulatur schonen und uns gleichzeitig vom Schiff aus einige schöne Ecken von Berlin ansehen. In der Tat, ab dem „Haus der Kulturen der Welt“ haben wir vom Wasser aus große Teile der neuen und alten Architektur Berlins entdecken können. Nikolaiviertel, ehem. Palast der Republik, Berliner Dom, Alte Nationalgalerie, Neues und Altes Museum, ARD-Hauptstadtstudio, Paul-Löbe-Haus, Berlin-Hauptbahnhof, Bundeskanzleramt, Fernsehturm, Innenministerium, Lessinghaus, Hansabrücke, Moltkebrücke, Bundespresseamt u.v.a.m. haben wir gesehen.

Ein Spaziergang vorbei am Reichstag, durch das Brandenburger Tor, entlang der Straße „Unter den Linden“ bis zu den Hackeschen Höfen wurde im Anschluss an die Spreefahrt unternommen. Nach dem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant nahe der jüdischen Synagoge ging es per U-Bahn zurück zum Hotel.

Bereits kurz vor 06.00 Uhr am Marathontag war die Nacht zu Ende. Frühstücken, Koffer in den Bus und los ging es um 07.15 Uhr in Richtung Marathon-Start-Ziel-Bereich am Platz der Republik.

Nach dem wir unsere Kleiderbeutel abgegeben hatten, begannen die letzten Startvorbereitungen: Toilette, kurzes Warmlaufen, lockern der Muskulatur, Toilette, Aufstellung nehmen im Startbereich, Toilette, Warten auf den Startschuss, Start. Etwa um 09.20 Uhr wurde unsere Startgruppe auf die Strecke gelassen. Der Berlin-Marathon ist für sein schnelles Pflaster bekannt und ist alljährlich Anziehungspunkt für viele Top-Athleten und vor allen Dingen Hobbyläufern. In diesem Jahr waren erneut über 40.000 Läufer/innen aus 107 Nationen am Start. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Weltbestleistungen und Weltrekorde aufgestellt. Weltklasse ist aber auch die stimmungsvolle Atmosphäre. Die Läufer/innen lassen sich von der Begeistungswelle der über eine Million Zuschauer anstecken und beflügelt durch die musikalische Unterstützung regelrecht ins Ziel „tragen“ – ca. 60 Bands veranstalten ihren „Musik-Marathon“ entlang der attraktiven City-Strecke. Nicht unerwähnt bleiben darf auch der Hinweis, dass die Verpflegung und die Medizinische Betreuung der Marathonis auf der Strecke vorbildlich waren.

Als wir „Unter den Linden“ den Kilometer 41 erreicht hatten und das Brandenburger Tor in Sichtweite kam, wurden die letzten Kräfte mobilisiert, um dann 400 m nach dem Durchlaufen des Brandenburger Tores vorbei an den Ehrentribünen erschöpft aber glücklich im Ziel zu sein.

Nach dem Lauf haben wir uns in einem Alt-Berliner-Wirtshaus getroffen, gegessen, getrunken, erste Lauferfahrungen ausgetauscht und sind dann gegen 17.00 Uhr wieder Richtung Heimat gestartet. Ein tolles sportliches Wochenende war um 23.00 Uhr beendet.

Fazit: Haile Gebreselassi läuft neuen Fabel-Weltrekord in 02:03:59 Std. und Irina Mikitenko läuft neuen deutschen Rekord in 02:19:19 Std.
Und die Currimus-Läufer/innen erzielen folgende Zeiten:
Friedhelm 04:43:12 Std., Günter 04:43:13 Std., Hubert 04:51:09 Std.
Renate (1. Marathon) 04:51:09 Std., Thomas 04:31:56 Std.
Brigitte 05:07:47 Std., Werner 04:26:15 Std.

Auch Reinhard und Regina Ellmann sind in Berlin gestartet (privat angereist) und haben folgende Zeiten erreicht:
Regina 04:06:29 Std., Reinhard 03:23:23 Std.

Alle, die dabei waren, freuen sich schon auf die 36. Auflage des real-Berlin-Marathon 2009.

Werner Schmidt




Müritzlauf 2008

Rund um die Müritz -- 76 km Lauf !

Das Läuferehepaar Regina und Reinhard Ellmann nahm am Samstag, den 23. August am 8.Müritzlauf teil.

Regina Ellmann lief den Städtelauf von Röbel nach Waren. Der Lauf hatte eine Länge von 27 km. Sie erreichte das Ziel in einer Zeit von 2:23.08 . Mit dieser Zeit belegte Sie den 2. Platz in Ihrer Altersklasse und 7.Platz insgesamt bei den Frauen. 133 Läufer liefen den Städtelauf.

Reinhard Ellmann lief den Ultramarathon 76 km rund um den Müritzsee, dem größten Binnensee Deutschlands.

Er absolvierte die Strecke in einer Zeit von 7:45.53. Das war der 36. Platz der Männer und 7. Platz in seiner Altersklasse. 106 Läufer starteten bei diesen Ultramarathon und 96 kamen ins Ziel. Diesen Lauf haben einige Sportler auch als Staffellauf absolviert.

In der Nacht und am Morgen hatte es heftig geregnet, so das man schon die größten Befürchtungen haben mußte.

Auch um 8 Uhr hatte der Regen noch nicht aufgehört. Nach ca. einer Stunde kam starker Wind auf und vertrieb die Wolken. Am Nachmittag schien sogar die Sonne.

Der Lauf führte bis km 20 durch den Müritznationalpark. Die anderen 56 km gingen durch zahlreiche kleine und etwas größere Orte.

Dadurch, das das Wetter besser wurde, hatte man beim Lauf einen wunderschönen Ausblick auf die Müritzlandschaft.

Die ganze Verannstalltung war eine gelungene Sache, sehr gut organisiert und durchgeführt.

Das Ehepaar kehrte glücklich und zufrieden ins Lipperland zurück.




 

Luxemburg Nachtmarathon

Zu Dritt (Brigitte Schmidt, Friedhelm Brinkmann und Werner Schmidt) haben wir uns am ersten Maiwochenende auf den Weg nach Luxemburg gemacht, um dort den Nachtmarathon zu laufen.
Bei der Ankunft am Freitagvormittag lagen unsere Startunterlagen bereits komplett zur Abholung an der Hotel-Rezeption bereit. In der Coque, einem modernen Sport- und Kulturzentrum fand die Marathonmesse statt, die wir am Freitagnachmittag besuchten. Bevor wir einen Abstecher in die Innenstadt machten, haben wir uns auf der Pasta-Party mit vielen anderen Marathonis bzw. Halb-Marahtonis gestärkt. Die Pasta-Party fand übrigens in einem extra für diesen Zweck errichteten Zirkuszelt statt.
Überall in der Innenstadt wurde auf Fahnenbannern auf die Philosophie der Stadt „d`Stadt bewegt sech“ hingewiesen. Das der Nachtmarathon ein sportliches und beliebtes multikulturelles Fest ist, machten 500 Musiker aus 7 europäischen Ländern auf einem Samba-Festival deutlich. Mehr als 30 Samba-Bands verwandelten die Stadt für zwei Abende in ein Meer aus trommelnden heißen Samba-Rhytmen. Am Samstag spielten die Bands verteilt über die gesamte Halb- / Marathonstrecke und halfen den Läuferinnen und Läufern auf ihren schweren 21.097 bzw. 42.195 m bis zum Ziel.
Am Wettkampftag stand für uns vormittags City-Sight-Seeing auf dem Programm. Der Nachmittag wurde zum Ausruhen und zur Vorbereitung auf den Wettkampf genutzt.
Marathonläufe werden im Normalfall in den Morgenstunden gestartet, um u.a. den schweißtreibenden Temperaturen aus dem Weg zu gehen. In Luxemburg hingegen läuft man in die Nacht hinein, ein äußerst exklusives „Vergnügen“, ein völlig anderes Ambiente.
Als wir uns mit rund 8000 anderen Startern um kurz vor 18.00 Uhr im Startbereich am Sportzentrum Coque aufgestellt hatten, war es immer noch 23 Grad warm. Dieses veranlasste den Veranstalter darauf hinzuweisen, dass in Anbetracht der sehr warmen Witterung und der Schwere der Strecke nur die Läufer (-innen) starten sollten, die sich auch wirklich topfit fühlten.
Eine außergewöhnliche, sehr anspruchsvolle Laufstrecke führte vom Sportzentrum vorbei am modernen Banken- und Finanzzentrum, an den Europäischen Institutionen hinein in den prachtvollen historischen Stadtkern, durch den Stadtpark, durch tolle Wohngebiete in den Außenbezirken.
Nach dem Start verliefen die ersten 3 km stetig bergan und bis km 25 wechselten sich ansteigende und abfallende Teilabschnitte ab. Bei km 17,8 wurde der Marathon und der Halb-Marathon getrennt; Marathonis konnten sich hier noch für den Halb-Marathon entscheiden.
Friedhelm hatte sich eh für den Halb-Marathon entschieden – Brigitte und ich wollten den Marathon bei Nacht erleben. Also machten wir uns auf die restlichen 25 km. Durch den Stadtpark, über prächtige Alleen, vorbei an gepflegten Wohnbereichen verlief die Strecke Richtung Außenbezirke. In diesem Teilabschnitt herrschte wenig Zuschauerinteresse. Ganz allmählich kam die Dunkelheit und die vielen Laternen waren unsere stummen Begleiter. Hin und wieder überholten uns Polizisten auf Fahrrädern und ermunterten uns zum Durchhalten. Je näher wir dann wieder der Innenstadt kamen, desto stärker wurde das Zuschauerinteresse. Im gesamten Citybereich war es schwarz voller Menschen – Stimmung pur, gemischt mit Samba-Rhytmen.
Die Verpflegung entlang der Strecke war fantastisch. Ab km 5 ca. alle 2,5 km waren Versorgungspunkte aufgebaut mit Trinkwasser, Früchte, Aquarius und zusätzlich Coca-Cola. Es wurden ca. 10000 Bananen und 12000 Äpfel und Orangen gereicht. Insgesamt 240000 Trinkbecher mit Getränken standen bereit.
Bei km 26,4 war der tiefste Punkt des gesamten Streckenverlaufs erreicht. Gott sei Dank war die Temperatur auf etwa 15 Grad gesunken. Zu diesem Zeitpunkt hatte Friedhelm schon das Ziel erreicht. Für uns begannen die letzten 16 km, die uns alles abverlangten. Ab km 29,5 ging es bis zum Ziel nur noch bergan. Als wir das Ziel in der Arena der Coque schon vor uns sahen, mussten wir noch eine 2 km lange Schleife laufen, um dann endlich auf die Zielgerade einbiegen zu können. Entlang der letzten 300 m bis zum Eingangstor der Coque waren beidseitig der Laufstrecke Hindenburgkerzen aufgestellt. Beim Zieleinlauf in der Arena bekam man eine Gänsehaut – Stimmung auf den Tribünen, Lichteffekte und Samba-Musik – ein überragendes Ereignis für jeden Finisher.

Nach dem Zieldurchlauf war für jeden Finisher ein reichhaltiges Sportlerbuffett aufgebaut. Wer wollte, konnte sich im speziellen Nahzielbereich massieren lassen und anschließend im Schwimmbad der Coque duschen und umziehen.

Sehr positiv die kurzen Wege nach dem Zieldurchlauf: Kleiderbeutelrückgabe, Verpflegung, Massage, Dusche, Umkleidemöglichkeit alles im Umkreis von 200 m.

Das es bereits 23.30 Uhr war und wir für unseren Marathon eine Zeit von 5:30:44 Std. benötigten (übrigens für Brigitte der 3. Platz bei den F 60) war angesichts der Erlebnisse an und auf der Strecke zweitrangig.

Auch Friedhelm war mit seiner Halb-Marathonzeit von 2:07:18 Std. sehr zufrieden.

Fazit für uns Drei: Organisation, Flair, Sehenswürdigkeiten, Streckenverlauf, alles sollte man einmal erlebt haben. Wir haben auf jeden Fall den Weg in die Kulturhauptstadt Europas nicht bereut.

Werner Schmidt

Bilder in der Bildergalerie




Hamburg City Man Triathlon 5. - 6. Juli 2008

Im Herbst 2007 sprach mich eine Bekannte aus Hamburg an, ob wir nicht am Hamburger City Man Triathlon teilnehmen wollten. Ich habe bis dahin noch nie einen Triathlon unternommen, doch spontan habe ich zugesagt und im Dezember 2007 haben wir uns (Inken aus Hamburg, Klaus aus Paderborn und ich aus Oesterholz) für den Sprinttriathlon (500m Schwimmen, 20km Fahrradfahren und 5 km Laufen) angemeldet. Innerhalb kürzester Zeit war das Teilnehmerlimit mit knapp 8000 Anmeldungen erreicht. Da ich den Hermannslauf und den Duisburgmarathon in 2008 laufen wollte, bestand mein Training bis Mai aber eigentlich nur aus Laufen. Aber ein Triathlon hat ja leider noch 2 andere Disziplinen, die ich überhaupt nicht trainiert hatte, und dies sollte sich an einem Spaßtriathlon in Schlangen auf der Kurzstrecke bemerkbar machen. Schon nach dem Schwimmen kamen die ersten körperlichen Schwächen und nach dem Fahrradfahren musste ich mich mit Wadenkrämpfen auf der Laufstrecke abrackern. Daraufhin wurde das Training ein wenig mehr auf das Schwimmen und dem Fahrradfahren konzentriert.

Und plötzlich war das Triathlonwochenende da. Am Freitag nach der Arbeit wurde schnell dass Rennrad und die Sportklamotten ins Auto gestopft, meine Frau Steffi auf den Beifahrersitz platziert und schon ging es los in Richtung Hamburg. Nach ein paar Staus auf der A2 sind wir dann endlich nach 4 Stunden bei Inken angekommen – Klaus war schon eine Stunde eher eingetroffen. Nachdem mein Rennrad wieder zusammengebaut war, wir eine kleine Pastaparty absolviert hatten, ging es daran die Tasche für unseren morgigen großen Wettkampftag zu packen. Da wir alle drei noch nie einen großen Triathlon bestritten hatten, wusste keiner so genau, was man überhaupt einpacken sollte. Nach gefühlten 2 Stunden und sichtlich genervt hatten wir es endlich geschafft unsere Taschen mit unseren Utensilien gefüllt zu haben.

Am Samstag, nach einem kleinen Frühstück, fuhren wir drei zukünftigen Triathleten mit dem Fahrrad zum Jungfernstieg, wo die Akkreditierung stattfand. Steffi ist mit der U-Bahn zur Binnenalster gefahren. Nachdem wir durch die Kontrolle (hier wurden der Fahrradhelm und die Bremsen überprüft) passiert hatten, haben wir unsere Startbox eingerichtet – Laufschuhe griffbereit neben das Fahrrad gestellt und ein auffälliges Handtuch über den Fahrradlenker gehängt, damit man sein Rad schnell unter den knapp 4500 Rädern wiederfinden kann. Nachdem dies erledigt war, haben wir uns erst einmal den Schwimmbereich der Binnenalster angesehen, unsere „Konkurrenz“ in den ersten Startgruppen ausfindig gemacht, anschließend unsere Taktik besprochen, und ob in Neoprenanzug geschwommen wird. Unser Plan hieß anschließend „Ohne Kampfanzug einfach nur im Ziel ankommen“.

Am späten Vormittag kam dann unser großer Auftritt. Leider wurden wir 3 in unterschiedlichen Startgruppen eingeteilt. Erst durfte Inken ran, dann Klaus und ca. 40 Minuten später stand ich auf dem Schwimmsteg. Wir konnten uns 5 Minuten einschwimmen. Dann fiel der Startschuss und 50 Sportler schwammen mit mir los. Am Anfang hatte man so manch ein Bein oder Arm eines anderen Schwimmers im Gesicht, aber nach den ersten Metern hat sich dies bei mir zum Glück gelegt. Nach 500m, in der Zeit von 9:49 Minuten, habe ich am Rathausplatz angeschlagen. Dann ging es über blauen Teppich, das halbe Binnenalsterwasser im Magen, ca. 500m zur Wechselzone zu meinem Fahrrad. Hier sah man, wer schon öfters einen Triathlon absolviert hatte. Es ist nämlich gar nicht so einfach schnell in trockene Sportkleidung zu schlüpfen. Nachdem endlich der Fahrradhelm saß ging mit meinen Rennrad zum Hauptbahnhof, zu den Landungsbrücken, rauf über die Reeperbahn, weiter auf der Elbchaussee, nach 10 km eine 180 Grad Wendung und dann wieder zurück. Anfangs ging ich von einer schönen flachen Strecke aus, aber hier sollte ich getäuscht werden. Ständig hatten wir Sportler mit mehr oder weniger steilen „Steigungen“ zu tun. Nach 40:36 Minuten fahrradfahren habe ich die Binnenalster wieder erreicht. Das Fahrrad auf meinen zugewiesenen Stellplatz geschoben, Helm ab, Laufschuhe an und los zur Laufstrecke. Diese führte sehr schön 5 km an der Außenalster entlang, die ich in 21:05 Minuten lief. Im Ziel auf dem Rathausplatz, welches ich dann in einer Gesamtzeit von 1:21:01 und dem Gesamtplatz 198 (Platz 41 in meiner Altersklasse) erreichte, wurde ich auch gleich von meiner überreichten „Tapferkeitsmedaille“, Steffi, Klaus und Inken empfangen. Anschließend tranken wir ein paar alkoholfreie Weizen und schossen gegenseitig „Siegerfotos“.

Die richtige Feier haben wir 4 dann im Anschluss auf dem Schlagermove auf der Reeperbahn bis spät in die Nacht gefeiert. Es war ein super tolles Erlebnis einen Triathlon zu bestreiten. Top war sicherlich auch die Organisation und die wunderschöne Schwimm-, Lauf- und Fahrradstrecke. Im nächsten Jahr werde ich mich sicherlich an der Olympische Distanz in Hamburg messen.

Frank Fritschi--siehe auch Bildergalerie




Bericht vom Nordseelauf

Anbei ein Laufbericht vom Nordseelauf [1.430 KB] . (Mit freundlicher Genehmigung der SKN Druck und Verlag, Herr Holger Bloem)
Auf dem linken Bild erkennen wir Günter Brinkmann, weiter zur Bildmitte mit Deutschlandtrikot und Mütze Thomas Niehoff. Leicht rechts oben dahinter mit blauer Schirmmütze seine Frau Elke.

Die 3 nahmen an der Nordseelaufserie 2007 teil.

In diesem Jahr nehmen Frank Fritschi, Günter Brinkmann sowie Thomas und Elke Niehoff als Aktive an der Nordseelaufserie teil.