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CURSOR [LAT.] (LÄUFER) DES MONATS APRIL/MAI
 

Hier werden wir Informationen über unsere Läufer veröffentlichen. Der Umfang der Informationen obliegt jedem Läufer selbst, den er mitteilen möchte.




Friedhelm Brinkmann

Marathon Leidenschaft hält seit dem Mauerfall
»Sportlerfrühstück«: Friedhelm Brinkmann (57), begeisterter Laufsportler und Tennisspieler aus Schlangen Von Uwe Hellberg (Text und Foto) Schlangen (SZ).
Wenn am Samstag, 11. April, der Paderborner Osterlauf gestartet wird, dann feiert Friedhelm Brinkmann ein kleines Jubiläum. Der 57 jährige Schlänger ist bereits zum 20. Mal dabei. Laufen ist für Friedhelm Brinkmann eine Leidenschaft. »Vor einem Vierteljahrhundert hat es mit dem ersten Wettkampf begonnen«, erfahre ich beim »Sportlerfrühstück«. »Bei den Lippischen Crosslaufmeisterschaften bin ich ehrenvoller Letzter geworden«, erinnert sich Brinkmann. Gemeinsam mit seinem Bruder Günter hat er in den Anfängen an der Alten Rothe in Schlangen trainiert. »Wir sind rund um den Sportplatz gelaufen. Dann haben wir die Strecke langsam auf zehn Kilometer gesteigert.« Obwohl es viele Jahre zurück liegt, weiß Brinkmann auch noch von seinem ersten Start beim Osterlauf zu berichten. »Damals war Wolf Dieter Poschmann noch aktiv als Läufer mittendrin«, sagt der Schlänger schmunzelnd. Heutzutage ist ZDF Moderator »Poschi« immerhin noch als Sprecher ein gerngesehener Gast in Paderborn. »Der Osterlauf ist ein tolles Event und praktisch direkt vor der Haustür«, ist Friedhelm Brink mann von der Traditionsveranstaltung angetan. Einen zusätzlichen Schwung erhielt Brinkmanns Begeisterung für das Laufen mit seinem ersten Marathon. Gemeinsam mit Heinrich Schäferjohann und Bruder Günter saß er damals zusammen, als nach dem Fall der Mauer bekannt wurde, dass der Berlin Marathon 1990 erstmals durch das Brandenburger Tor führen würde. »Da haben wir ganz mutig gesagt, das müssen wir mitmachen«, schildert er. Es war ein tolles Erlebnis. Diesem ersten Marathon sind in zwischen viele gefolgt. Der Schlänger ist mittlerweile auf allen Kontinenten gelaufen: Boston, New York, Honolulu, Kapstadt, Canberra und sogar die chinesische Mauer waren Marathon Stationen. »Der Lauf an der chinesischen Mauer war heftig. Es war kein Schatten in Sicht und die Luftfeuchtigkeit lag bei etwa 80 Prozent.« blickt der 57 Jährige zurück. Eine ganz besondere Stimmung habe er beim 100. Boston Marathon erlebt. Zurzeit bereitet sich Brinkmann auf seinen 22. Marathon Start vor. Am Sonntag, 26. April, geht er in Zürich an den Start. »Insgesamt dauert eine Vorbereitung zwölf Wochen«, verrät der Sportler. Es be ginnt mit Waldläufen, bei denen langsam die Distanz gesteigert wird. »In der letzten Woche ist dann Bergtraining angesagt«, so Brinkmann. Trotz der intensiven Vorbereitung: »Ich laufe, um Spaß zu haben. Auf Bestzeiten schiele ich nicht mehr«, betont der Schlänger. Damit ist er ganz dicht an der Philosophie des Laufsportvereins »currimus«, dessen Sportwart Brinkmann ist. »Vielleicht ent steht manchmal der Eindruck, wie seien ein Rennsportverein. Das sind wir nicht«, stellt er fest. Natürlich gebe es Läufer, die Bestzeiten anstrebten. Aber: »Bei uns ist jeder willkommen, der aus Spaß laufen will.« Auch bei den regelmäßigen Lauftreffs donners tags bestimmen die Langsamsten das Tempo der Gruppe. Als Sportwart kümmert sich Brinkmann vor allem um die Organisation, sei es beim Pflasterlauf oder beim Spaß Triathlon, der im vergangenen Jahr Premiere feierte. Brinkmann: »Ich wollte für mich persönlich mal ausprobieren, wie es ist, Rad fahren, Schwimmen und Laufen zu kombinieren. Diese Idee stieß im Verein auf solche Begeisterung, dass wir die Veranstaltung ins Leben gerufen haben.« Am 9. Mai wird es eine Neuauflage geben. In seinem Geburtsort Schlangen hat Friedhelm Brinkmann auch die Schule besucht. Bei einer Bandweberei, die Etiketten in Hemden, Bänder und andere Zutaten für die Bekleidungsindustrie fertigt, hat er 23 Jahre lang gearbeitet. Als die Firma ihren Sitz nach Wuppertal verlegt hat, machte sich Brinkmann als Handelsvertreter selbstständig. Wie denkt Brinkmann über die Wirtschaftskrise? »Vieles wird schlecht geredet. Wir sollten in Deutschland positiver in die Zukunft schauen«, rät er. Nicht nur auf den Laufstrecken sondern auch auf dem Tenniscourt fühlt sich Brinkmann zuhause. Seit vielen Jahren gehört er dem TC Schlangen an. »Leider bekommen wir eine Mannschaft Herren 50 oder 55 für die Sommerunde nicht zusammen«, bedauert er. »Wenn ich mich zwischen beiden Sportarten entscheiden sollte, müsste ich nicht überlegen. Ich würde das Laufen wählen«, sagt Brinkmann. Bei soviel Enthusiasmus ist nicht verwunderlich, dass er auch einen Lauf kennt, der für ihn noch eine besondere Herausforderung wäre: »Ich könnte mir durchaus vorstellen, mal den Jungfrau Marathon in der Schweiz zu laufen. Dieser Lauf bietet zwischen Thuner und Brienzersee einzigartige Aussichten.« In der kommenden Woche im »Sportlerfrühstück«: Sebastian Hanecke, Fußballspieler des SSV Oesterholz. SCHLÄNGER ZEITUNG PROFIL FRIEDHELM BRINKMAN